Eat real Food, eat Paleo: so ernähre ich mich.

Ich war schon immer an Gesundheit und Ernährung interessiert (danke Mama, du hast mich so erzogen:-) ) und bin im Frühjahr zufällig auf die Ernährungsform Paleo gestoßen.

Die Ernährungsweise hat mich vollends überzeugt, sodass ich mich seit Mai danach ernähre und diese Lebenseinstellung lebe.

Manche (gerade die Medien) nennen diese Ernährungsform auch Steinzeiternährung, aber der korrekte Titel ist eigentlich Paleo. Unter diesem Namen ist die Ernährungsform besonders in den USA weit verbreitet. Aber auch unser kleiner Nachbar Dänemark hat eine große Anhängerschaft.

Bevor ich näher erläutere, worum es in dieser Ernährungsform geht, möchte ich darauf hinweisen, dass es keine Diät ist, sondern eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Der englische Name Paleo Diet lässt Deutsche gern an eine Diät denken. Diet bedeutet übersetzt aber nicht Diät, sondern Ernährung.

Worum geht es?

  • Iss kein Getreide. Getreide enthält Gluten, Lektine und andere Abwehrstoffe, die dafür gedacht sind, sich vor Feinden zu schützen. Wenn wir sie essen, greifen sie unseren Darm an und machen ihn durchlässig für Schadstoffe.
  • Iss keine Hülsenfrüchte. Hülsenfrüchte enthalten ebenso Schadstoffe wie Getreide.
  • Iss keine Pflanzenöle. Anders als von der DGE verbreitet, sind die ungesättigten Fettsäuren die ungesunden Fettsäuren. Kokos- , Oliven und Avocadoöl sind erlaubt und gewünscht.
  • Iss keinen verarbeiteten Zucker. Dass Zucker ungesund und überflüssig ist, weiß wohl jeder. Wichtig ist, dass ebenso Fruchtzucker gemieden wird, da er von der Leber genauso wie Alkohol abgebaut wird und als Fett gespeichert wird.
  • Iss keine verarbeiteten Lebensmittel.

Beachte außerdem…

  • Achte auf die Omega-3/6-Balance. Ess möglichst viel Omega-3 (kommt viel in Fisch vor) und reduziere dein Omega-6 income.
  • Kaufe biologische Lebensmittel und tierische Produkte aus artgerechter Haltung. Dabei geht es nicht nur um Bio, sondern auch darum, dass die Tiere, zB Rinder, nicht mit Getreide gefüttert wurden, denn Getreide soll ja gemieden werden. Im Idealfall kauft man zB grasgefüttertes Rindfleisch. Das ist nicht nur frei von Antiobiotika und anderen schädichen Stoffen, sondern ist auch automatisch Omega-6 ärmer.
  • greife auch bei Milchprodukten auf Produkte aus Weidemilch (=Milch von grasgefütterten Kühen) zurück und kaufe mehr Ziegen- und Schafsmilchprodukte. Wenn du kannst, meide Milchprodukte komplett (ein schöner Artikel über die Pro’s und Con’s von Milch findet ihr auf der Seite Urgeschmack).

Mehr Infos zu den Grundregeln stehen im Paleowiki.

Man kann Paleo mit oder ohne Milchprodukte durchführen. Wenn man Milchprodukte isst, nennt sich die Ernährungsform genaugenommen Primal. Primal und Paleo gehören aber zusammen, da sie bis auf die Milchprodukte die selben Ziele verfolgen.

Das klingt für euch jetzt natürlich alles ziemlich radikal, aber wie bei allem gilt es auch hier, seinen Weg zu finden. Natürlich verzichte ich nicht gänzlich auf Zucker oder Obst wegen der Fructose, aber man sollte alles schlechte immer in Maßen genießen. Wenn ich was Süßes essen will (dazu eignet sich am besten Paleobackzeug), greife ich aber lieber zu Honig oder andere natürliche Süße zurück. Industriezucker kommt mir nicht mehr ins Essen.

Real food: Erdbeeren / Dessert aus Banane, Kokos, Kako und Beerenmus.

 

Und wenn ihr euch jetzt fragt, was soll man denn dann essen?

Fleisch, Fisch, Gemüse (inkl. (Süß-)Kartoffeln), Obst (in Maßen), Eier, Nüsse, Kokosprodukte in allen Variationen…da bleibt wirklich mehr übrig, als man am Anfang denkt. Nur auf das gute, deutsche Brot muss verzichtet werden. Wenn man sich aber ein bißchen mit dem Thema beschäftigt und die negative Seite von Getreide kennenlernt, fällt einem das überhaupt nicht schwer. Ich sage mittlerweile gerne und aus Überzeugung “Nein zu Getreide”.

Meatza / Choco-Chili con Carne

Warum mache ich das?

Es gibt Lebensmittel, die einfach nicht für den Menschen geeignet sind. Daher ist es nur vernünftig diese Produkte zu meiden. Mir gefällt der ökologische Gedanke dieser Ernährungsform und sehe Paleo mittlerweile als einen kompletten Lifestyle. Man fängt automatisch an gesünder zu leben – und das nicht nur in Bezug auf die Ernährung.

Als netten Nebeneffekt lässt sich durch Paleo super abnehmen (einfach auf die Menge der Kohlenhydrate achten). Für mich ist das zwar kein Ziel, aber ich merke trotzdem, wie sich durch Paleo mein Körper verändert hat. Ich bin fitter, brauche weniger Schlaf, habe nicht dieses Mittagstief nach dem Mittagessen und fühle mich insgesamt gesund und wohl in meinem Körper.

Wen ich jetzt neugierig gemacht habe, dem empfehle ich das deutsche Paleowiki, sowie die Primal/Paleo In Germany Gruppe auf Facebook.

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Comments
5 Responses to “Eat real Food, eat Paleo: so ernähre ich mich.”
  1. Achtung bei Weidemilch: auf den meisten Packungen steht Weidemilch drauf, aber das heißt noch lange nicht, dass die Kühe auf der Weide stehen! Oft stehen die armen Dinger das ganze Jahr im Stall und bekommen nur das Futter von der Weide… Dann können sie beim Kauen von Blumen und frischer Luft träumen…
    amoureuse de la terre kürzlich veröffentlicht..Kellog’s für die Knie…My Profile

    • theallure sagt:

      Das ist korrekt. Immer gut informieren, woher das Essen wirklich stammt. Es geht aber viel darum, dass die Kühe kein getreide gefressen haben, sondern klassisch Gras. Daher wäre auch Stallhaltung an sich in Ordnung. Aber entsprechende Biomilch grenzt das ja schon ein, dh damit kann man nicht so viel falsch machen.

  2. ach und dann noch was:
    Das hinkt doch ein bisschen… Wenn wir uns wirklich ernähren wollen wie in der Steinzeit: wie soll ein Steinzeitmensch an Kokosprodukte, Oliven(öl), Paprika, Süßkartoffeln etc. rangekommen sein? Wäre man konsequent, müsste man sich auf Obst, Gemüse und Wurzeln zurückgreifen, die man in unseren Breiten so am Wegrand finden könnte (und dazu gehören auch wilde Getreideformen) und ganz viel Fleisch – von Wild.
    Versteh mich nicht falsch, ich finde, dass das ein interessanter Ansatz ist, der so oder so ähnlich sicherlich ein Beitrag für ein besseres Leben ist.
    amoureuse de la terre kürzlich veröffentlicht..Kellog’s für die Knie…My Profile

    • theallure sagt:

      Das siehst du vollkommen richtig. Man muss die Ernärhungsweise etwas anpassen. 1:1 von früher übernehmen geht nicht. Deswegen mag ich den Begriff “Steinzeiternährung” auch nicht, weil es alle dann so verstehen wie du es verstanden hast.
      Im idealfall isst man aber in der Tat nur saisonales Obst und Gemüse.
      Und Wildfleisch ist auf alle Fälle super. Das wird nicht gemästet und frisst, was die Natur vorsieht.

  3. Michael sagt:

    Finde ich immer gut, wenn ich in den Untiefen des Netzes auf solche Artikel stoße. Es geht eben doch nicht immer alles um Kalorien. Wäre schön, wenn auch die bekannten Tratschmagazine sich davon eine Scheibe abschneiden würden. Aber die verurteilen solche Diäten leider. Gleichzeitig leben wir so “fett” wie die Menschen es seit Ende des letzten Krieges tun. Ein klarer Beweis, dass die üblichen Ernährungsratschläge der “breiten” Masse nicht helfen.
    Michael kürzlich veröffentlicht..Dinner Cancelling – Warum Es Doch Klappt!My Profile

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Ich bin die Autorin von The Allure ...of beauty.color.photography. Ich bin 27, wohne in Hamburg und schreibe über alles, was einem ein schönes Leben bereitet.