Mein Haarpflege A und O

Endlich ist wieder WE und ich habe Zeit mich mit einem weiteren Blogthema zu befassen. Neben dem üblichen Schminkwahn eines Beautyjunkie habe ich noch eine weitere Schwäche – die der schönen, gepflegten (langen) Haare.

Früher habe ich mir über Haare keine Gedanken gemacht. Sie wurden gewaschen, wenn es nötig war, mit etwas Spülung und ab und an mal einer Kur gepflegt und alle paar Monate ging es ihnen mit einer Schere und Haarfarbe an den Kragen.

Irgendwann bin ich dann auf ein sehr aufschlussreiches Haarforum gestoßen und ich stellte fest: Ich habe bisher alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Bis auf die Tatsachen, dass ich meinen Haaren wenigstens etwas Pflege gegönnt habe und sie nicht mit Fön, Glätteeisen und Co vollends strapaziert habe.

Mein erster Schritt nach der Erkenntnis, das man sich um seine Haare kümmern muss, wenn man gesunde, lange Haare haben möchte, war, dass ich alle silikonhaltigen Produkte aus meinem Bad verbannt habe.

Die meisten von euch werden sicher schon einmal davon gehört haben, dass Silikone den Haaren eher schadet, als das es sie pflegt. Der Grund – Silikone legen sich wie eine Schicht um die Haare. Klingt im ersten Moment plausibel und man denkt

“So können meine Haare wenigstens nicht so schnell kaputt gehen, weil sie ja durch eine extra Schicht ummandelt sind”,

aber bei genauerer Betrachtung merkt man, dass es doch einen Haken gibt: Wenn nichts Schädliches durch diese Silikonschicht kommen kann, wie können denn dann Pflegestoffe bis zu meinen Haaren durchdringen?!

Und da liegt der Knackpunkt. Der erste Schritt zu gesunden Haaren ist somit die Verwendung von silikonfreien Produkten.

Im gleichen Schritt bin ich auf Naturkosmetik umgestiegen. Naturkosmetik Haarpflegeprodukte haben den Vorteil, dass sie generell frei von Silikonen und anderen “chemischen” Stoffen sind. Eben Natur pur;) Desweiteren enthalten sie im Gegensatz zu konventioneller Kosmetik sehr oft milde Tenside, sogenannte Zuckertenside. Scharfe Tenside hingegen sind unteranderem Sodium Laureth/Lauryl Sulfate.

Es ist empfehlenswert auf scharfe Tenside zu verzichten, da sie Kopfhaut und Haare zu sehr austrocknen. Besonders bei juckender oder schnell fettender Kopfhaut ist ein Wechsel auf Zuckertenside ratsam. Eine juckende Kopfhaut kann zB daher rühren, dass die Kopfhaut zu sehr ausgetrocknet ist, was durch Zuckertenside vermieden werden kann. Zuckertenside reinigen die Kopfhaut milder, sodass sie weniger ausgetrocknet wird und folglich auch weniger nachfettet (eine wichtige Erkenntnis für Leute mit schnell fettenden Haaren!). Fettige Haare sind nämlich oftmals eine Folge von zu scharfen Tensiden. Natürlich fetten bei jedem Menschen die Haare und auch jede Kopfhaut hat ihr eigenes Tempo, aber ein Hauptgrund ist oftmals die Verwendung des falschen Shampoos. Anstatt zu einem speziellen Shampoo für schnell fettende Haare zu greifen, also lieber mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe wagen.

Zum Thema Inhaltsstoffe gibt es eine tolle Seite, auf der man Inhaltsstoffe zu Produkten checken lassen kann. Die Seite heißt Codecheck. Dort gibt man einfach den Produktnamen ein und dann erscheint eine Liste der Inhaltsstoffe mit einer detaillierten Erläuterung und Bewertung.

Alternativ zu Shampoos kann man auch Haarseifen verwenden. Seifen scheinen derzeit ein richtiges Revival zu erleben (auch ich bin verrückt nach ihnen). Auf das Thema Haarseifen gehe ich jetzt jedoch nicht weiter ein, da ich dazu nochmal einen extra Artikel verfassen werde.

Nach dem kleinen Ausflug in die Welt der gute Produkte, möchte ich nun auf meine Pflege kommen.

Reinigung

Wie bereits erwähnt wasche ich meine Haare ausschließlich mit Naturkosmetik. Leider habe ich auf Grund verschiedener Probleme nie das perfekte Shampoo für mich gefunden, daher bin ich derweil auf Seife umgestiegen.

Ansonsten war von Alverde, über Alterra, Yalia, Logona und Sante schon alles dabei. Alverde und Alterra scheinen aufgrund des Preise sehr lukrativ, jedoch enthalten alle Shampoos keine Zuckertenside.

Neben Naturkosmetik können auch Babyshampoos eine Alternative sein. Aber auch hier auf die Incis gucken, denn nicht überall, wo “Mild” draufsteht, ist auch mild drin. Empfehlenswert ist das Babydream Shampoo oder auch Kopf-bis-Fuß-Waschgel (Rossmann).

Bei der Reinigung ist es ratsam nur den Ansatz zu waschen (zumindest bei langen Haaren). Im Normalfall sollte nur der Ansatz von Fett betroffen sein, daher ist ein Einschäumen der Längen überflüssig und auch schädlich, da es die Haare austrocknet.

Pflege unter der Dusche

Unter der Dusche werden meine Haare mit Spülung oder auch Conditioner genannt, gepflegt. Auch hier greife ich auf Naturkosmetik zurück. Für die Spülungen gebe ich für Alverde und Alterra keine Einschränkung. Je nach Vorliebe, bzw Bedarf der Haare kann ich die aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses sehr empfehlen. Mein derzeitiger heiliger Gral ist die Alterra Glanzspülung. Aber auch die Alverde Aloe/Hibiskus Spülung hat bei mir immer gute Dienste geleistet.

Neben dieser CW (Conditioner-Wash) Methode, kann man auch die CWC (Conditioner-Wash-Conditioner) Methode anwenden, bei der die Haare zweimal mit Spülung gepflegt werden: zunächst beim Einshampoonieren der Kopfhaut und wie gewohnt am Ende der “Reinigungs-Pflege-Prozedur”.

Zu aller letzt verwende ich je nach belieben eine saure Rinse. Eine saure Rinse besteht aus kaltem Wasser und einem Anteil Säure (Essig oder Zitrone). Die saure Rinse dient dazu den natürlichen ph-Wert der Haare wieder herzustellen und die Schuppenschicht zu schließen.

Öle

Ein weiterer wichtiger Bestandteil meiner Haarpflege sind Öle. Zu Anfang dachte ich auch

“Wie Öle? Die kann ich mir doch nicht ins Haar schmieren? Das wird doch fettig?!”.

Aber dann habe ich es ausprobiert und es in mein festes Pflegeprogramm aufgenommen.

Ich verteile nach jeder Haarewäsche etwas Öl in die noch feuchten Spitzen. Es ist wichtig, dass die Haare noch feucht sind, damit das Öl die Feuchtigkeit in den Haaren einschließen kann.

Je nach Haarqualität muss man natürlich das für seine Haare passende Öl finden. Bei mir ist das Kokosöl. Meine Haaren sind aufgrund der blondierten Strähnen sehr strapaziert, weshalb ich problemlos auf ein so schweres Öl zurückgreifen kann.

Haarkuren

Ab und zu gönne ich meinen Haaren eine extra Portion Pflege und mache eine Haarkur. Meine Lieblingskur ist eine Öl-Condi-Kur, das heißt, ich nehme einen Conditioner meiner Wahl und reichere ihn mit Öl an. Manchmal kommen auch noch Proteine hinzu. Das massiere ich dann in die Längen und lasse es mind. 30 min einwirken.

Neben der ganzen Produktvielfalt hilft auch manchmal ein Blick in den eigenen Kühlschrank. Aus Joghurt, Quark oder Eiern lasse sich tolle Haarkuren mixen.

Pflege für zwischendurch

Primär bezieht sich meine Pflege also die Zeit vor und nach dem Waschen. Wenn ich zwischendurch merke, dass meine Haare trocken sind, sprühe ich mir einfach Gesichtswasser in die Haare (derzeit Alterra Orchidee). Wichtig ist, dass es möglichst keinen Alkohol enthält, weil der die Haare wieder austrocknen würde.

Auch hier greife ich auf weitere Mittelchen zurück und mische noch ein paar Tropfen Öl, sowie ggf. Aloe Vera und/oder Proteine unter.

Die Mischung spendet meinen Haaren Feuchtigkeit, sodass sie wieder schön gepflegt aussehen.

So, ich hoffe, ich habe euch mit dem Artikel ein wenig an die Philosophie der schönen, gesunden Haare herangeführt. Wer sich tiefgründiger informieren möchte, sollte mal im Langhaarnetzwerk vorbeischauen.

Hier meine kleine Haarreise von November 2007 bis April 2010 (farblich bin ich derweil etwas dunkler geworden):

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Comments
2 Responses to “Mein Haarpflege A und O”
  1. Anonymous sagt:

    Ehrlich gesagt sehen Deine Haare auf allen Bildern gut aus ;-) Jeder Look hat was eigenes, egal ob glatt und sehr gesund oder wellig und etwas “blondgeschädigt”. Gefällt mir so oder so. Aber das ganze Haare pflegen und drum kümmern macht ja auch Spaß und man spart am Rande noch eine Menge möglicherweise nicht ganz gesunder Incis in den normalen Produkten, wenn man nur Naturkosmetik verwendet. Viel Spaß weiterhin auf Deinem Trip!

  2. toller bericht :D
    echt gut zusammengefasst, kurz und bündig :)
    und das mit ölen, meine erste reaktion war auch “doch nicht ins haar, das wird ja fettig” – aber dann, sieh da, es geschehen wunder ;D

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Ich bin die Autorin von The Allure ...of beauty.color.photography. Ich bin 27, wohne in Hamburg und schreibe über alles, was einem ein schönes Leben bereitet.